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ein Mann in der Küche wäscht das Geschirr | FSW

Grundversorgung

Hilfs- und schutzbedürftige Menschen, die in Österreich um Asyl ansuchen, erhalten im Rahmen der Grundversorgung die notwendige Unterstützung, um Grundbedürfnisse ihres täglichen Lebens rasch decken zu können. Bei Bedarf können sie einen Wohnplatz in einer betreuten Unterkunft nutzen. In Wien ist der Fonds Soziales Wien (FSW) für die Unterbringung und Beratung hilfs- und schutzbedürftiger Personen zuständig.


Anspruchsberechtigt

Die Grundversorgung ist eine vorübergehende Leistung für Fremde, die sowohl hilfs- als auch schutzbedürftig sind.

Schutzbedürftig sind:

  • AsylwerberInnen bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens
  • subsidiär Schutzberechtigte (§8 AsylG)
  • Asylberechtigte während der ersten vier Monate nach Asylanerkennung
  • Personen mit rechtskräftig negativem Ausgang des Asylverfahrens und Personen ohne Aufenthaltsrecht, wenn sie aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht abschiebbar sind
  • Personen mit bestimmtem Aufenthaltstitel aus berücksichtigungswürdigen Gründen

Hilfsbedürftig ist:

  • wer den Lebensunterhalt für sich und seine im gemeinsamen Haushalt lebenden unterhaltsberechtigten Angehörigen nicht oder nicht ausreichend aus eigenen Kräften und Mitteln beschaffen kann bzw.
  • den Lebensunterhalt auch nicht (ausreichend) von anderen Personen oder Einrichtungen erhält.

Leistungen

Personen, die in Wien Anspruch auf Grundversorgungsleistungen haben, können zwischen zwei Wohnformen wählen.

Organisiertes Wohnen

Organisiertes Wohnen beinhaltet:

  • Wohnen und Betreuung durch die Trägerorganisation
  • Verpflegung
  • Taschengeld
  • Bekleidungshilfe
  • Krankenversicherung – der Krankenversicherungsbeitrag wird direkt an die Österreichische Gesundheitskasse bezahlt

Die Zuteilung in die Wohnhäuser der Trägerorganisationen erfolgt automatisch. Wenn zusätzliche Leistungen benötigt werden oder Fragen entstehen, steht die Hausleitung jederzeit zur Verfügung.

Individuelles Wohnen

Individuelles Wohnen beinhaltet:

  • Betreuung durch die Servicestelle der Grundversorgung Wien (Asylzentrum der Caritas)
  • Mietzuschuss
  • Verpflegung
  • Bekleidungshilfe
  • Krankenversicherung – der Krankenversicherungsbeitrag wird direkt an die Österreichische Gesundheitskasse bezahlt

Für privat in Wien wohnende geflüchtete Menschen ist die Servicestelle der Grundversorgung (Asylzentrum der Caritas) zuständig. Sie prüft die Anspruchsberechtigung in Bezug auf Leistungen der Wiener Grundversorgung, unterstützt bei der Antragstellung und koordiniert die Wohnplatzsuche. Weitere Aufgaben der Servicestelle sind die Organisation, Auszahlung und Ausgabe von Grundversorgungsleistungen für privat wohnende hilfs- und schutzbedürftige Menschen im Sinne der Grundversorgungsvereinbarung.

Krankenversicherung

Hilfs- und schutzbedürftige Menschen, die in organisierten Wohneinrichtungen wohnen oder als Privatwohnende in Wien einen Mietzuschuss erhalten, sind über die Grundversorgung krankenversichert. In bestimmten Ausnahmefällen ist es möglich, nur die Leistung „Krankenversicherung“ zu beziehen. Nähere Informationen dazu erhalten Sie in der Servicestelle der Grundversorgung Wien (Aslyzentrum der Caritas).


Sonstige Leistungen

Je nach Bedarf und Situation werden neben der Leistung Wohnen zusätzliche Leistungen gefördert.

Schulbedarf

Deutschkurse für unbegleitete minderjährige Fremde

Bildungsleistungen

Freizeitgeld (nur bei der Leistung "Organisiertes Wohnen")

Medizinische Leistungen

Fahrtkosten

Transportkosten

Begräbniskosten

Rückführungskosten

Bekleidungshilfe

Information & Beratung

Personen, die in einer organisierten Unterkunft wohnen, wenden sich bitte direkt an ihre BetreuerInnen, um zusätzliche Leistungen zu beantragen.

Personen, die als Privatwohnende einen Mietzuschuss erhalten, wenden sich bitte an die Servicestelle der Grundversorgung Wien (Asylzentrum der Caritas), um zusätzliche Leistungen zu beantragen.

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